Chartanalyse & Trading

Mit Hilfe der Chartanalyse das Ende eines Trends erkennen!

Ein Ziel der Chartanalyse ist das Erkennen und Beurteilen von Trends um daraus Entscheidungen für das Trading zu erlangen. Dabei kann trendfolgendes Trading sehr lukrativ sein, da viele Trends weiter laufen als man es sich vorstellen kann. Aber auch der längste Trend geht einmal zu Ende. Als Merksatz sollte sich jeder Trader das folgende verinnerlichen:

Je älter ein Trend, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Trend endet!

Dabei ist es vollkommen egal, ob es sich um einen Aufwärtstrend, einen Abwärtstrend oder natürlich auch um einen Seitwärtstrend bzw. eine Range handelt.

Wie ist es nun aber möglich, die Zeichen eines Trendwechsels zu erkennen? Geben Sie diese Frage bei Google ein, stoßen Sie auf viele Candlestick-Formationen, die eine mögliche Trendwende potentiell anzeigen. Nun sollten Sie sich aber keinesfalls auf die Suche nach derartigen Formationen machen! Wollen Sie wirklich erfolgreich an der Börse agieren, müssen Sie die Dinge anders angehen als die 80 – 90% aller Trader, die KEIN Geld an der Börse verdienen.

Chartanalyse ist deutlich komplexer als ein paar Candlestick Formationen!

In erster Linie kommt es darauf an, einen Markt lesen und verstehen zu lernen. Mit einem Markt meine ich alle liquiden Aktien, Indices, Renten, Rohstoffe usw.

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie ein Trend beendet und umgekehrt werden kann!

  1. Durch einen Erschöpfungszustand!
    Dieser liegt dann vor, wenn ein Markt zu schnell zu weit gelaufen ist. In diesem Fall gibt es einen Punkt, an dem Angst oder Gier am größten sind. Dieser zeigt sich häufig durch ein deutlich gestiegenes Handelsvolumen innerhalb des bereits weit gelaufenen Trends.
    Nach einer Trenderschöpfung bewegt sich der Markt dynamisch in die entgegengesetzte Richtung und hinterlässt einen markanten Hoch- oder Tiefpunkt.
    Diese Art der Trendumkehr ereignet sich häufig bei einem Abwärtstrend. Hier besinnen sich die Marktteilnehmer und sehen den Markt als deutlich überverkauft, und entsprechend als günstig bewertet an. Es entsteht eine sogenannte V-Formation.
  2. Die zweite Möglichkeit einer Trendwende ist der Übergang in eine Seitwärtsbewegung!
    Ein Trend ist im Grunde die Suche nach einem fairen Preis. Dieser faire Preis ist aber niemals nur eine einfache Zahl sondern eher als Preisspanne zu sehen. Innerhalb dieser Preisspanne / Range oder Seitwärtsbewegung oszilliert der Marktpreis so lange, bis diese Preisspanne nicht mehr als fair angesehen wird.
    Die Bildung einer Seitwärtsbewegung als Trendwendeformation, bildet sich häufig an Hochpunkten.

 

Natürlich bilden sich Ranges auch an Tiefpunkten um einen Trend umzukehren und Erschöpfungszustände treten genauso an Hochpunkten auf. Wenn Sie sich jetzt hinsetzen und das Erlernte an einigen Charts kontrollieren, werden Sie allerdings wie beschrieben, eine Häufung feststellen.

Warum tritt eine Trendwende nach einem der zwei Muster auf?

Hier spielt die Psychologie der Masse eine große Rolle. Dabei ist festzuhalten, dass Angst ein stärkeres Gefühl ist, als Gier. Vor allem die Verlustangst ist bei uns Menschen stark ausgeprägt. Wenn wir eins nicht mögen, sind es Verluste. Wir neigen aber auch gerne zur Hoffnung, denn die stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Wenn nun jemand eine Aktie in der Hoffnung auf einen steigenden Kurs gekauft hat, dieser aber fällt, besteht meist noch die Hoffnung auf eine positive Entwicklung. Fällt die Aktie weiter, wird der Schmerz immer größer. Fängt die Aktie immer schneller an zu fallen, weicht die Hoffnung und die pure Angst übernimmt die Kontrolle des planlosen Aktionärs. Dieser hält den psychologischen Schmerz nicht mehr aus und trennt sich panikartig von seiner Position.
Im Chart erkennt man diese Angst oftmals an großen negativen Candlesticks und einem hohen Handelsvolumen.
Trading Profis, wie Sie es jetzt werden, schlagen genau in diesem Moment zu und erlösen die zittrigen Aktionäre von ihrem Leid. Denn genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um die Aktie zu kaufen. Denn wenn die panikartigen Verkäufe eingesetzt haben, wer soll jetzt noch kommen, um sich von seiner Position zu trennen?

Die Chartanalyse zeigt Angst & Gier an den Märkten!

Dieses Phänomen tritt natürlich auch in einem Aufwärtstrend auf. Die Kurse sind bereits gestiegen und mit jedem weiteren Hochpunkt, werden aus Gier neue Trader angelockt. Die Kurse steigen und steigen und all jene die nicht an Bord sind, rechnen sich aus, wie viel Geld sie doch hätten verdienen können. Die Gier ist groß und die wenig erfahrenen Trader, die nichts mit Charttechnik am Hut haben, nehmen die heiße Kartoffel in die Hand. Der Punkt ist gekommen, an dem niemand mehr einsteigen möchte. Kurse und Handelsvolumen sind zuletzt nochmal deutlich und wie im Rausch gestiegen. Wenn niemand mehr da ist der kaufen möchte, ist das Ende des Trends erreicht. Alle Trader stellen fest, dass der Markt zu schnell zu weit gestiegen ist. Der folgende Verkaufsdruck hinterlässt einen markanten Hochpunkt.

 

Löst eine Seitwärtsbewegung das Ende eines Trends aus, kann auch dieses Phänomen psychologisch beschrieben werden.

Ich hatte bereits erklärt, dass ein Trend lediglich die Suche nach einer fairen Preisspanne ist. Verlieren die Käufer an Kraft bzw. sind weniger aggressiv, so kann ein vorheriges Verlaufshoch nicht überwunden werden. Es ist einfach niemand mehr bereit, zu einem derart hohen Kurs zu kaufen. Allerdings finden sich auch keine Verkäufer, die den Markt deutlich nach unten drücken. Alle Marktteilnehmer haben sich auf eine Preisspanne geeinigt. Die Range ist geboren. Bei einem Abwärtstrend gilt entsprechend das Gegenteilige. Erst wenn diese faire Preisspanne als zu teuer oder zu günstig angesehen wird, bewegt sich der Kurs aus dieser Spanne heraus.

Muss ein Marktteilnehmer eine große Position kaufen, steigt der Preis so lange, bis er genügend Verkäufer gefunden hat. Bei der Preisfindung an der Börse geht es also immer um die Suche nach Handelsvolumen.

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Das bin ich, Mario Steinrücken
Gründer & Trader der Tradingblog Academy. Mehr als 20 Jahre Tradingerfahrung, davon +10 Jahre institutioneller Handel! Mehr als 1.000 Fachartikel, Webinare & Seminare z.B. bei Cashkurs, Captrader, TU Darmstadt, Arriva!

 

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