Ein paar Hinweise für das Trading

Chartsoftware / Broker:
Ich nutze Tradingview als Chartsoftware. Wenn Sie ebenfalls mit dieser Software arbeiten möchten, bietet es sich an, mindestens die „Pro“ Version zu beziehen, da man hier über das Volume-Profile verfügt. Tradingview bietet die Möglichkeit die Software 30 Tage gratis zu testen, was ich jedem empfehle! https://tradingview.go2cloud.org/SH1o6

Für den Anfang benötigen Sie keine Realtime-Daten. Erst wenn Sie mit dem Papertrading beginnen, sollten Sie Realtime-Daten abonnieren. Da die Daten für die US-Futures (CME/Globex) relativ teuer sind, können Sie diese über einen Umweg etwas günstiger bekommen. Dafür benötigen Sie ein Echtgeldkonto z.B. bei AMP Futures www.ampfutures.com. Dort zahlen Sie für alle US-Futuresbörsen 15,00 USD pro Monat (oder z.B. 5,00 USD nur für Globex) mit einem CQG-Datenfeed. Diesen CQG-Datenfeed können Sie mit Tradingview verbinden und müssen keine weiteren Gebühren bezahlen.

Einen sehr guten Broker mit deutschsprachigem Kundenservice ist LYNX Broker.

Futures:
Ein Futures-Kontrakt ist ein unbedingtes, börsengehandeltes Termingeschäft. Dabei verpflichten sich Käufer und Verkäufer, den Basiswert zum festgelegten Preis am Ende der Laufzeit zu verkaufen bzw. zu kaufen. Ein Futures-Kontrakt kann börsentäglich ge- und verkauft werden.

Punktwert:
Jeder Punkt eines Futures-Kontrakts hat einen bestimmten Wert. Im Dax Futures hat ein Punkt einen Wert von 25,00 Euro. Bei einem E-Mini S&P 500 Futures-Kontrakt hat ein Punkt einen Wert von 50,00 USD.
Daraus ergibt sich z.B. bei einem Dax-Stand von 13.000 Punkten ein Wert von (13.000 Punkte x 25,00 Euro) 325.000 Euro. Der E-Mini S&P 500 hat bei einem Indexstand von 2.600 Punkten einen Wert von (2.600 x 50,00 USD) 130.000 USD.

Tick Size:
Die kleinste Preisbewegung eines Futures wird Tick genannt. Der Dax Future bewegt sich in Schritten von 0,5 Punkten = 1 Tick. Damit entspricht 1 Tick (0,5 Punkte) einem Wert von 12,50 Euro.
Der E-Mini S&P 500 bewegt sich in Schritten von 0,25 Punkten = 1 Tick. Damit entspricht 1 Tick (0,25 Punkte) einem Wert von 12,50 USD.

Margin:
Um einen Futures-Kontrakt im E-Mini S&P 500 handeln zu können, muss nicht der komplette Gegenwert (130.000 USD bei einem Indexstand von 2.600 Punkten) gezahlt werden. Pro ge- oder verkauftem Kontrakt muss lediglich eine Sicherheitsleistung, die so genannte „Margin“ hinterlegt werden. Die Höhe der Margin ist von Broker zu Broker unterschiedlich hoch. Bei AMP Futures muss z.B. für einen Kontrakt im E-Mini S&P 500 Future (Kürzel ES) eine Margin in Höhe von 400,00 USD hinterlegt werden, sofern der Kontrakt während der regulären Handelszeit gekauft UND wieder verkauft wird.

Terminbörsen und reguläre Handelszeit:
Die Eurex, an welcher der Dax Future gehandelt wird, hat Börsentäglich von 08:00 bis 22:00 Uhr MEZ geöffnet.
In den USA findet der Handel mit Futures in der Regel 23 Stunden am Tag statt. Aus diesem Grund wird der Handel in die „reguläre Handelszeit“ von 15:30 bis 22:00 Uhr und den „Übernacht-Handel“ von 23:00 bis 15:30 Uhr MEZ geteilt. Während der regulären Handelszeit gelten die verringerten Marginsätze. Während des „Übernacht-Handels“ wird in der Regel eine höhere Margin fällig.

Daytrading:
Als Daytrading wird umgangssprachlich der Kauf und Verkauf eines Wertpapiers während eines Handelstages bezeichnet. Im Daytrading wird keine Position über Nacht gehalten. Bei den US-Futures bezieht sich das Daytrading lediglich auf die reguläre Handelszeit.

Long:
Mit „Long“ oder einer „Long-Position“ wird die Käuferposition in einem Handelsgeschäft bezeichnet. „Im Dax Long gehen“ bedeutet, einen oder mehrere Kontrakte im Dax Future zu kaufen.

Short:
Mit „Short“ oder einer „Short-Position“ wird die Verkäuferposition in einem Handelsgeschäft bezeichnet. „Im Dax Short gehen“ bedeutet, einen oder mehrere Kontrakte im Dax Future zu verkaufen ohne sie vorher gekauft zu haben.

Bullish:
Der Markt steigt. Ist jemand „Bullish“ eingestellt, geht er von steigenden Kursen aus.

Bearish:
Der Markt fällt. Ist jemand „Bearish“ eingestellt, geht er von fallenden Kursen aus.

Bid / Geld
Der Markt funktioniert wie eine laufende Auktion. Auf der Bid-Seite stehen alle Kauforders. Der „Best Bid“ oder „Inside Bid“ ist die Kauforder mit dem höchst gebotenen Kaufpreis. Beispiel: Jemand ist bereit 10 Kontrakte bei 1.610 Punkten zu kaufen. Ein anderer möchte 15 Kontrakte „bestens“ / „market“ verkaufen. Dann werden 10 Kontrakte zu 1.610 Punkten „bezahlt“ und die restlichen 5 Kontrakte werden zum nächst niedrigeren Bid-Kurs, z.B. 1.609,75 Punkten abgerechnet.

Ask / Offer / Brief
Der „Best Bid“ oder „Inside Bid“ ist der niedrigste Kurs im Markt, zu dem ein Teilnehmer bereit ist, Kontrakte zu verkaufen. Beispiel: Jemand ist bereit 10 Kontrakte zu 1.611 Punkten zu verkaufen. Ein anderer Teilnehmer möchte 12 Kontrakte „billigst“ / „market“ kaufen. Die ersten 10 Kontrakte werden zu 1.611 Punkten abgerechnet. Die verbleibenden zwei Kontrakte werden zum nächst höheren Verkaufslimit, z.B. 1.611,25 Punkten abgerechnet.

Fill
Von einem „Fill“ spricht man, wenn Ihr Kauf oder Verkaufslimit ausgeführt wird

Limit-Order
Mit einer Limit-Order legt ein Käufer den maximalen Preis fest, zu dem ein Wertpapier gekauft werden soll. Der Verkäufer bestimmt mit einer Limit-Order den Preis, den er mit seinem Verkauf mindestens erzielen möchte.

Market-Order
Eine Market-Buy-Order kauft ein Wertpapier zum billigst angebotenen Preis. Eine Market-Buy-Order wird genutzt, wenn ein Wertpapier unbedingt gekauft werden soll und der Kaufpreis eher nebensächlich ist.
Mit einer Market-Sell-Order wird ein Wertpapier zum nächst besten Preis verkauft. Sie wird genutzt wenn ein Wertpapier unbedingt verkauft werden soll und der Verkaufspreise eine eher untergeordnete Rolle spielt.

Bitte sprechen Sie mich in jedem Fall an, wenn ich Ausdrücke verwende die Sie nicht verstehen! Sie können sich in den Webinaren direkt an mich oder per Mail an info@tradingblog.de wenden.

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